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Kategorie: Allgemein

  • Austauschschüler aus Watford am Schloss

    Austauschschüler aus Watford am Schloss

    Seit Montag (13.2.) besuchen 20 Schüler von der Watford Grammar School for Boys mit ihren Begleitlehrerinnen, Frau Webster und Frau Kotesha, das Schlossgymnasium.

    Sie absolvieren ein umfangreiches Besichtigungsprogramm. Den Anfang machten sie im Gutenbergmuseum und dem Druckladen (Siehe Fotos); sie bleiben in Mainz bis Fastnachts- dienstag.

    Have fun.

  • Schloss unterstützt Bio Plus Projekt 2023

    Schloss unterstützt Bio Plus Projekt 2023

    Bildquelle: https://www.biologiedidaktik.uni-mainz.de/bio-plus/

    Wie bereits im vergangenen Schuljahr unterstützt das Schlossgymnasium auch in diesem Jahr das Projekt Bio plus der Didaktik der Biologie der Johannes Gutenberg Universität Mainz.

    Schülerinnen und Schüler der 7d testen im Biologieunterricht, wie sich digitale Medien mit klassischen Methoden der Biologie wie dem Experimentieren und Mikroskopieren besser verbinden lassen. Mithilfe unserer Schulipads protokollieren sie in einem digitalen Arbeitsheft, Versuche zur Fotosynthese, ergänzen diese durch Audioaufnahmen, fotografieren Pflanzenzellen und bearbeiten anschließend diese Fotos digital. Begleiten werden sie dabei von einer Studentin und einem Studenten der Biologie, sowie von Frau Dr. Meyerhöffer, die das Projekt vonseiten der Universität betreut.

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  • 7. Warum sollte man Sie wählen und nicht Ihre Gegenkandidat*innen?

    Nino Haase – parteillos

    Also, wir haben jetzt eine relativ große Chance in Mainz, denn wir haben jetzt ein wenig Geld und in den letzten 70 Jahren wurde hier gut eingenommen, jedoch sehr schnell verschleudert und nicht nachhaltig investiert. Ich denke, dass wir jetzt jemanden mit einem wirtschaftlichen Hintergrund brauchen. Wir müssen jetzt investieren, also in Fachkräfte und weiteres, und sowas schafft Wert. In meinen Augen gibt es auch noch andere Projekte, wie zum Beispiel den genossenschaftlichen Wohnungsbau. Denn das ist eine Investition und kein Geschenk. Dieses gute Investieren kann man eben nur mit einem wirtschaftlichen Hintergrund. Beim Ausbau der Bio-Technologie schadet es eben auch nicht, vielleicht noch einen kleinen wissenschaftlichen Hintergrund zu haben und den habe ich ja. Ich kenne mich da in dem Bereich natürlich ein bisschen aus und bin eben als unabhängiger Kandidat in der Lage viele Sachen wieder zu entwirren, wo Politik und Verwaltung in den letzten Jahren vielleicht ein bisschen zu eng standen. Auch kann ich den Knoten entwirren, der dazu führte, dass man sich vielleicht in der Politik hier und da mal gegenseitig blockiert hat, weil die Anträge von den falschen Seiten kamen. Für dieses überparteiliche Denken und dieses Moderierende zwischen Politik und Bevölkerung und auch Verwaltung, da bin ich überzeugt davon, ist ein parteiloser Kandidat sicherlich geeigneter, da man sowas als Person dann leichter moderieren kann, als Kandidat*innen, die einer Partei angehören.

    Martin Malcherek (Die LINKE)

    Ich habe den Eindruck, dass die Kandidierenden dasselbe wollen: Klimaschutz, günstigen Wohnraum, günstigen ÖPNV. Ich sage aber auch wie’s geht: ich mache die Lösungsvorschläge. Wir müssen Geld in die Hand nehmen. Die Stadt Mainz hat viel Geld, wir haben bestimmt fast 160 Millionen Euro. Die sollte man verwenden, um günstigen Wohnraum zu schaffen und zu verbessern und um das Klima wirklich zu schützen.

    Mareike von Jungenfeld (SPD)

    Ich bin in Mainz geboren, meine Kinder sind hier geboren und ich bin im Rheinhessischen aufgewachsen. Ich bin halt eine typische Rheinhessin und da ist mir die Mentalität der Leute hier einfach nahe. Auch drei Monate Fasnachtskampagne sind für mich kein Fremdkörper, sondern ich fühle mich sehr wohl. Mir ist es sehr wichtig, dass ich nahe bei den Leuten bin, dass ich weiß, wie diese ticken, was herausfordernd sein kann. Mir ist es ebenfalls wichtig, dass die Leute auch wissen, dass meine Türen immer offenstehen. Sie können mich gerne ansprechen, wenn sie mich auf der Straße sehen. Sowas ist wichtig, da auch Mainz immer internationaler wird.

    Christian Viering (Bündnis 90/ Die Grünen)

    Weil ich jemand bin, der die großen Zukunftsfragen zusammendenkt, also die konsequente Bekämpfung der Klimakrise. Das schaffen wir nur gemeinsam, mit der Schaffung von sozialem Zusammenhalt in unserer Gesellschaft. Wenn wir die Klimakrise wirksam bekämpfen wollen, dann geht das nur als Gesamtgesellschaft. Außerdem bringe ich als einziger Kandidat langjährige kommunalpolitische Erfahrung mit, trotz meines jungen Alters. Ich war zehn Jahre lang Mitglied des Mainzer Stadtrates, fast die gesamten zehn Jahre das jüngste Stadtratsmitglied. Das war auch ein bisschen doof, weil das ein Zeichen dafür war, dass wenig junge Leute nachgekommen sind. Insgesamt habe ich fast 14 Jahre kommunalpolitische Erfahrung, war noch Parteivorsitzender der Grünen, habe die Koalitionsverträge der letzten Jahre in dieser Stadt alle mitgestaltet, sogar den Letzten unterschrieben. Diese Erfahrungen einzubringen, gemeinsam diese Herausforderungen anzugehen, das ist das, was ich einbringen kann und was mich auch von anderen unterscheidet.

    Manuela Matz (CDU)

    Zum einen ist es so, wir haben drei Gegenkandidaten, die auch von der Ampel sind und wenn man schaut, könnte es zu einer relativ festgefahrene Ampel Struktur kommen. Ich glaube Mainz braucht einen Wechsel. Dann kommt hinzu, dass ich die letzten vier Jahre als Wirtschaftsdezernentin in der Verwaltung sehr viel Erfahrung sammeln konnte. Deswegen kenne ich die Strukturen, ich kenne die handelnden Personen und das ist natürlich nochmal ein Vorteil gegenüber den anderen Kandidatinnen und Kandidaten. Zum Schluss denke ich, dass Mainz mal eine Oberbürgermeisterin haben soll.

    Dr. Marc Engelmann (FDP)

    Ja, ich denke Gründe findet man genug. Ich bin 32, also relativ nah am Puls der Zeit. Vor allem bringe ich die notwendigen Qualifikationen für das Amt mit. Ansonsten bin ich immer aufgeschlossen und bürgernah. Auch bin ich davon überzeugt, dass ich in gewissem Maße einen ideologiefreien und sachlichen Blick auf Entscheidungen werfe.

    Lukas Haker – Die PARTEI

    Das ist ganz einfach, ich bin Wiesbadener, ich habe den objektivsten Blick auf diese Stadt. Ich sehe diese Stadt bedauerlicherweise jeden Tag von der anderen Rheinseite aus und ich glaube das ist eine Fähigkeit, die mich prädestiniert für diesen Job. Abgesehen davon bin ich wie gesagt Wiesbadener und wir haben jedes Jahr Überschüsse, was die Finanzen angeht und Mainz hat das zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik, und ich glaube das ist eine Fähigkeit, die den anderen Kandidaten fehlt. Das ist meine größte Kernkompetenz.

     

  • Chemie-LK der MSS12 erkundet Prefere Paraform in Mombach

    Chemie-LK der MSS12 erkundet Prefere Paraform in Mombach

    Am Donnerstag, dem 26.1.23 traf sich der Chemie-LK der MSS12 morgens in Mombach vor der Toren der Firma Prefere Paraform, einer Chemie-Fabrik direkt angrenzend an ein Wohngebiet.

    Wir wurden nett empfangen und zuerst durch Vorträge über die Firma und ihre Produkte und dann konkret über die Formaldehydsynthese informiert, bevor wir dann durch eine Führung über das Werksgelände über die reale Umsetzung des theoretisch Gehörten informiert wurden.

    Besonders interessierten den Kurs Nachhaltigkeits- und Energiethemen. So war es überraschen zu hören, dass die Firma in manchen Monaten über 90% ihres Energiebedarfs selbst bereitstellt. Es gibt ein Kesselhaus auf dem Gelände, in dem mithilfe des Wasserstoffs, der bei der Formaldehydsynthese als Nebenprodukt anfällt, die benötigte Wärme und auch Strom hergestellt wird. Die Abwärme, die bei der Kühlung der Reaktoren anfällt, wird ebenfalls als Energie zum Erwärmen an anderer Stelle genutzt.

    Auch interessant war die Vorstellung der preisgekrönten Abgasreinigungsanlage, die dafür sorgt, dass die Abgase, die unvermeidlich anfallen, sauber genug sind, um die Anwohner auch auf Dauer nicht zu gefährden. Immerhin sind viele der verwendeten Chemikalien giftig, wie zum Beispiel Methanol und das Formaldehd selbst. Die in der Abgasreinigung entfernten Chemikalien werden dann wieder dem Produktionsprozess zugeführt, sodass wirklich kaum Abfall anfällt.

    Es wurde auch fühlbar, wie der Klimawandel und die Gaskrise existenzielle Bedrohungen für die Firma darstellen. Die meisten Rohstoffe werden über Schiffe angeliefert und dann über eine Pipeline bzw. Eisenwagenwagons auf das Firmengelände gebracht. Im letzten Sommer, als der Rhein wegen des Niedrigwassers nicht schiffbar war, musste die Zulieferung auf LKWs verlagert werden, was wegen der deutlich geringeren Ladekapazitäten zu einer rund um die Uhr laufenden Zulieferung führte, was alle Mitarbeiter stark belastete.

    Auch dauerhaft hohe Temperaturen im Sommer werden zum Problem, wenn das aus dem Rhein entnommene Kühlwasser zu warm ist und somit ein Überhitzen der Reaktoren droht.

    Der Gaspreis und die Verfügbarkeit von Gas stellen ebenfalls ein großes Problem dar, da die Firma darauf angewiesen ist und durch die steigenden Kosten die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Produkte gefährdet ist.

    Insgesamt war es sehr erhellend hier einmal konkret sehen zu können, was im Chemieunterricht nur in Formeln, Gleichungen und Schemazeichnungen vorkommt.

    Auch wenn der theoretische Input einigen Schüler:innen etwas zu viel erschien und wir alle bei der etwa einstündigen Führung über das Gelände stark durchgekühlt wurden, waren alle am Ende sehr zufrieden.

  • Mainz wählt – die OB-Kanditaten im Interview!

    Mainz wählt – die OB-Kanditaten im Interview!

    [cs_content][cs_element_section _id=“1″ ][cs_element_layout_row _id=“2″ ][cs_element_layout_column _id=“3″ ][cs_element_text _id=“4″ ][cs_content_seo]von Henriette
    UPDATE: In der Stichwahl am 05.März konnte sich Nino Haase (parteilos) mit 63,6 Prozent der Stimmen durchsetzen.
    Da ich dieses Jahr zum ersten Mal wählen darf, entschied ich mich am 13. 01. 2023 eine Podiumsdiskussion der sieben OB-Kandidat*innen zum Thema „Bildung“ zu besuchen. Diese Podiumsdiskussion fand im Haus des Erinnerns statt. Ich führte im Nachhinein mit allen sieben Kandidat*innen ein Interview, in dem sie mir dieselben Fragen beantworten mussten.
    Ich bedanke mich bei allen Kandidaten für die Gespräche!
    Die Antworten zu den jeweiligen Fragen findet ihr, wenn ihr die entsprechende Frage anklickt. Viel Spaß beim Lesen!\n\n[/cs_content_seo][/cs_element_layout_column][/cs_element_layout_row][cs_element_layout_row _id=“5″ ][cs_element_layout_column _id=“6″ ][cs_element_button _id=“7″ ][cs_content_seo]1. Nennen Sie uns eine Sache, die Sie gerne in Mainz ändern möchten\n\n[/cs_content_seo][cs_element_button _id=“8″ ][cs_content_seo]2. Welche Probleme sehen Sie in Mainzer Schulen, die Sie unbedingt beheben möchten?\n\n[/cs_content_seo][cs_element_button _id=“9″ ][cs_content_seo]3. Welches Problem möchten Sie als Erstes beheben?\n\n[/cs_content_seo][cs_element_button _id=“10″ ][cs_content_seo]4. Welche Möglichkeiten sehen Sie, neue pädagogische Konzepte in denkmalgeschützen Innenstadtschulen zu implementieren?\n\n[/cs_content_seo][cs_element_button _id=“11″ ][cs_content_seo]5. Wie kann man Stadtschulen konkret an Nachhaltigkeitsbemühungen/Klimaschutz in der Stadt Mainz beteiligen?\n\n[/cs_content_seo][cs_element_button _id=“12″ ][cs_content_seo]6. Wie kamen Sie dazu, Politikerin zu werden?\n\n[/cs_content_seo][cs_element_button _id=“13″ ][cs_content_seo]7. Warum sollte man Sie wählen und nicht Ihre Gegenkandidat*innen?\n\n[/cs_content_seo][/cs_element_layout_column][/cs_element_layout_row][/cs_element_section][/cs_content]

  • Kalte Nase, warmes Herz – Biologen der MSS12 bei der Biotop-Pflege

    Kalte Nase, warmes Herz – Biologen der MSS12 bei der Biotop-Pflege

    Um 8:45 am 30.1. treffen sich die engagierten und höchst motivierten Biologinnen und Biologen der Stufe 12 am Mainzer Sand.

    Mit dem Ziel, einen Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt zu leisten, schnappen sich die ersten Gruppen ihr Werkzeug und damit gerüstet marschieren sie über das Feld zu ihren designierten Positionen.

    Der Weg allein ließ manche aufgrund der Kälte an ihren Fähigkeiten zweifeln. Doch als der erste Spaten am Boden angesetzt, die erste Pflanze entfernt, der erste Erfolg gefeiert und gelobt wurde, kehrte die Wärme zurück.

    Unsere Aufgabe war es nämlich, die Pflanzen, die um die Kiefern wachsen und mit ihnen um die lebensnotwendigen Ressourcen konkurrieren, zu beseitigen. Und diese Aufgabe haben wir unermüdlich erfüllt, ab und zu eine Pause, ab und zu eine Herausforderung, aber mit der Zeit lief es immer geschmeidiger. Eine nach der anderen haben wir die Pflanzen auf die Planen geworfen und sind so weiter von Baum zu Baum gezogen.

    Auf diesem Weg war etwas besonders auffällig: der Eselsmist, den man hin und wieder entdeckt hat. Gegen Ende unseres bemühten Schaffens wurde uns von Hans Jürgen Dechent, dem amtlichen Biotoppfleger, die Rolle der Esel in der Biotoppflege erklärt: „Naturschutz durch Hunger”. Die Esel eignen sich nämlich gut zum Zurückdrängen dominanter Gräser, damit stehen auch einige aus Naturschutzsicht unerwünschte Pflanzen auf ihrem Speiseplan und je mehr sie fressen, na ja, desto mehr Mist.

    Er hat uns auch erzählt, dass immer mehr Kiefern absterben und die Wichtigkeit unserer Arbeit erfüllte uns mit einem Gefühl von Stolz. Als wir dann am Ende eingesammelt wurden, haben wir auf dem Rückweg noch die anderen Gruppen gesehen, die ihre Aufgaben auch erfolgreich beendet haben. Nun gab es zum Abschluss noch eine heiße Kartoffelsuppe zum Aufwärmen und Wurst mit Brot. Die Schüler/innen und Lehrer/innen haben sich noch ein wenig über den Tag unterhalten, die Landschaft bewundert und abschließend ein hübsches Gruppenfoto geschossen. So wurde die Biotop-Pflege-Aktion etwas erschöpft, aber mit einem guten Gewissen beendet.

    Sinem, MSS12

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  • 6. Wie kamen Sie dazu, Politikerin zu werden?

    Lukas Haker – Die PARTEI

    Ganz einfach. Ich habe mich auf eine Liste stellen lassen und wurde für diese Liste anfangs mehr oder weniger von meinen Familienmitgliedern und Freunden gewählt, dann hat die Wiesbadener Bevölkerung mich gewählt und dann kam ich ins Wiesbadner Stadtparlament. Seitdem mache ich unseriöse Politik und schlage mich mit allen Wahlen rum, die mir vor die Füße fallen.

    Martin Malcherek (Die LINKE)

    Als ich 14 oder 15 war gab es in Mainz wenig Möglichkeiten für Jugendliche. Wir hätten damals Proberäume gebraucht, hätten oftmals Aufenthaltsräume gebraucht, auch Orte zum Feiern. Die gab es einfach nicht. Also haben wir versucht das gegenüber der Stadt durchzusetzen, haben da leider auf Granit gebissen und entschieden dann einfach einen Verein zu gründen, der Konzerte veranstaltet, Partys gefeiert hat und so weiter. Das war eigentlich das erste Mal, dass ich der Stadt gesagt habe, welche Möglichkeiten es gibt und wie man sie umsetzten kann. Das motivierte mich dann auch in die Politik zu gehen.

    Nino Haase – parteillos

    Noch bin ja kein Politiker. Noch bin ich nur Kandidat. Politik war schon immer eine Sehnsucht von mir. Ich habe mit 16 bei mir im Ort das erste Jugendforum gegründet. Und das Thema Beteiligung, Menschen eine politische Stimme zu geben, das lag mir schon immer. Auch finde ich, dass das Thema Gerechtigkeit mir liegt und wenn ich sehe, dass es nicht funktioniert und Leute keine Stimme bekommen, dann macht mich das verrückt. Deswegen versuche ich immer etwas zu tun und das kommt mir natürlich entgegen. Die Diskussion um den Bibelturm 2017 brachte bei mir das Fass zum Überlaufen. Den Platz, den man dort weggenommen hätte, die Grünflächen und Bäume, das wollte ich mir gar nicht vorstellen. Dann dachte ich, wenn sowas kommt, dann bitte nur mit einer guten Begründung und die fand ich nicht. Im folgenden Jahr, zur OB-Wahl, war da schon die Idee: „Ok, jetzt brauchen wir jemanden, der kommuniziert, der die Bürgerbeteiligung hochhält.“. Denn anders werden wir keine transparente Verwaltung aufbauen können. Dann verlor ich leider den OB-Wahlkampf sehr knapp, das hat mich dann etwas geschüttelt. Dann kam Corona und da hatte man natürlich den Kopf erstmal woanders. Ich redete auch immer wieder mit meiner Frau darüber, langsam wieder mit Politik anzufangen und mein Leben ein wenig in die Richtung zu lenken. Dass es dann so schnell ging mit der neuen Kandidatur, hätte ich selbst nicht gedacht. Nun gut, jetzt stehe ich zur Wahl als parteiloser Kandidat und sowas ist für Mainz auch mal etwas Erfrischendes.

    Mareike von Jungenfeld (SPD)

    Das wurde mir eigentlich ein bisschen in die Wiege gelegt, denn ich komme aus einem politischen Elternhaus. Meine Eltern sind auch SPD-Mitglieder und mein Vater wurde Ortsbürgermeister im Ehrenamt, als ich 10 Jahre alt war. Deswegen gab es schon immer das Interesse an Politik, aber auch an gesellschaftlich relevanten Themen. Wir haben zu Hause auch immer diskutiert, einfach mittags am Essenstisch. Deswegen war das Interesse einfach da und mit 16 habe ich mir dann wirklich überlegt: „Hey, ich will jetzt auch in eine Partei eintreten!“, also habe ich mir damals alle Parteiprogramme zuschicken lassen und habe mich dann für die SPD entschieden. Meine Schwerpunktthemen sind einfach sozialer Zusammenhalt und soziale Gerechtigkeit. Allein deswegen wurde es damals bei mir die SPD und bis heute habe ich das nicht betreut. Ich bin auch tatsächlich seit 25 Jahren Mitglied. Ich finde es einfach toll, weil ich von klein auf gemerkt habe, wie schön es ist auch Verantwortung für etwas und auch für Menschen zu übernehmen. Das treibt mich jetzt noch an und ich habe Ideen, wie die Stadt in Zukunft aussehen soll, wie sie sich entwickeln soll. Auch zu wissen, dass ich mit der Mehrheit im Stadtrat alles richtig angehen kann, treibt mich an. Natürlich möchte ich diese Vision auch umsetzen.

    Christian Viering (Bündnis 90/ Die Grünen)

    Ich habe einen Realschulabschluss und danach eine Ausbildung für dreieinhalb Jahre bei einem Unternehmen gemacht. Dann habe ich Schicht im Produktionsbetrieb gearbeitet. Ich habe mich aber schon immer für Politik interessiert und bin irgendwann Mitte der 2000er Jahre den Grünen beigetreten. Denn ich finde, dass die Politik in der Lage sein muss, die Gesellschaft in ihrer ganzen Breite abzubilden. Ich als Schichtarbeiter, der vielleicht auch eine andere Perspektive auf viele Dinge hat und vielleicht auch ganz andere Bedürfnisse in Diskussionen, habe deswegen gesagt: „Hey, warum nur darüber ärgern und diskutieren? Jetzt mache ich es selbst!“. Dass das jetzt, 15 Jahre später, in einem OB- Wahlkampf endet, hätte ich damals nicht gedacht. Aber das macht es auch alles sehr cool.

    Dr. Marc Engelmann (FDP)

    Ich weiß nicht, ob man mich jetzt schon als Politiker bezeichnen würde, denn ich bin ein Quereinsteiger. Aber tatsächlich kam ich dazu, weil mein Doktorvater immer gesagt hat: „Recht ist geronnene Politik“, und ich habe mir gedacht, wenn ich das Ganze geronnen schon gut kann, kann ich es mal mit dem flüssigen Zustand versuchen.

    Manuela Matz (CDU)

    Also ich habe mich schon immer politisch interessiert. Gleichwohl hat es ein bisschen gedauert, bis ich mich dann dazu entschlossen habe in eine Partei einzutreten, aber natürlich auch mit dem Gedanken, dass ich die Welt ein Stück besser machen und auch mitgestalten möchte. Ich bin jetzt seit 30 Jahren in der CDU und habe diese Entscheidung nicht bereut. Hier in Mainz habe ich mich tatsächlich vor allem innenpolitisch engagiert, weil ich dann, als mein Sohn klein war, für ihn einen Kitaplatz gesucht hab. Zu dem Zeitpunkt hatte ich mich gerade selbstständig gemacht und mir wurde gesagt, dass ich dann doch meine Zeit einteilen kann. Das war natürlich gar nicht der Fall. Glücklicherweise hat es dann gut mit meiner Firma funktioniert und irgendwann hat es auch mit dem Kitaplatz funktioniert. Aber noch nach 22 Jahren haben wir die gleichen Probleme und das möchte ich verbessern.

  • 5. Wie kann man Stadtschulen konkret an Nachhaltigkeitsbemühungen/Klimaschutz in der Stadt Mainz beteiligen?

    Dr. Marc Engelmann (FDP)

    Oh ja, das ist eine gute Frage. Was man an den Schulen machen könnte, ist zum einen erstmal die ganzen Schulen energetisch sanieren, soweit es zulässig ist und möglichst viel Photovoltaik auf die Dächer zu machen. Da hat man bei Schulen viele Möglichkeiten und wenn es um die Schulen selbst geht, haben Schulen ja auch oft selbst Ideen. Wie zum Beispiel ihren Innenhof neu zu gestalten, grüner zu gestalten. Schülerprojekte in den Schulen zum Thema Klima sind gerne gesehen. Da würde ich immer zum Dialog zur Verfügung stehen. Aber ich glaube ich wäre der Falsche, um den Schulen zu sagen, welche Projekte sie innerhalb der Schule machen sollen. Es gibt da eindeutig andere Menschen, die näher an diesem Thema in Schulen dran sind. Also zum Beispiel Lehrer und Schüler selbst.

    Martin Malcherek (Die LINKE)

    Also zum einen haben die Schulhäuser viele Möglichkeiten, indem man Photovoltaik zum Beispiel auf die Dächer bringt, indem man energetische Sanierung durchführt. Zum anderen ist aber auch die entsprechende Pädagogik wichtig, also eine klimafreundliche Pädagogik, wobei wir berücksichtigen müssen, dass auch die Lehrkräfte ständig lernen. Wir alle lernen immer mehr und neue Dinge. Auch die Politiker*innen lernen täglich dazu, wie man Klimaschutz betreiben muss und entsprechend umsetzten sollte. Das ist eben die Herausforderung. Wir müssen verstehen, dass wir uns permanent bewegen müssen, permanent an neue Bedingungen anpassen müssen und neue technische Möglichkeiten verwenden, um dem Klimawandel zu begegnen und die Klimafolgen abzumildern.

    Nino Haase – parteillos

    Wir müssen bei allen öffentlichen Gemeinschaften, die wir in Mainz haben, und dazu zählen auch Schulen, schauen, dass wir dort schnell Photovoltaik-Anlagen bauen. Fünf oder sechs Prozent unseres Energiebedarfs werden quasi auf dem Stadtgebiet erzeugt und das ist deutlich zu wenig. Das meine ich mit dem Investieren in Fachkräfte; diese müssen vor Ort ins Planungspersonal gehen und können dann solche Aufgaben bewältigen. Beispielsweise, dass die Schulen gedämmt werden; natürlich ist das nicht möglich, wenn es um den Denkmalschutz geht. Aber auch, dass wir natürlich bei den schulischen Leistungen darüber nachdenken, ob man Nachhaltigkeitsprojekte mit aufnimmt, ob man etwas organisiert und eine gewisse Sensibilisierung erzeugt. Ich finde es besonders wichtig die Jugendlichen politisch zu beteiligen. Als Oberbürgermeister möchte ich auch permanente Einwohnerversammlungen vorantreiben. Somit kann man den Stimmen eine Plattform geben und so kann man auch viel mehr erreichen.

    Mareike von Jungenfeld (SPD)

    Da, wo die Gebäude auch im städtischen Eigentum sind, und die Stadt ist ja Schulträger, fände ich es toll, wenn man eine Vorbildrolle einnehmen könnte. Ich stehe auch dafür, dass Mainz bis 2035 klimaneutral wird und dazu gehören auch Schulgebäude. Wenn man dort auch sagen kann: „Jawohl, wir fangen jetzt tatsächlich mit einer entsprechenden energetischen Sanierung an“, können wir schauen, ob man auf bestimmten Schulen Photovoltaik installieren kann. Man muss sich jetzt auch als Stadt entscheiden. Grundsätzlich muss die Stadt Vorbild sein und muss ein Stück weit auch ihre Vorreiterrolle beim Thema Nachhaltigkeitsthemen annehmen.

    Manuela Matz (CDU)

    Ich finde es wichtig, dass auch das Thema Klimaschutz, Klimawandel und das Gegensteuern zu einem großen Teil in der Schule, an die Schülerinnen Schüler, herangetragen werden soll. Wir haben es uns zur Aufgabe genommen, als Stadt Mainz bis 2035 klimaneutral zu werden. Das bedeutet, dass wir alle Gebäude, die vor 2000 entstanden sind, voll sanieren müssen. Das heißt, wir brauchen natürlich die entsprechende Man und Woman Power, um das umzusetzen. Deswegen werbe ich dafür, dass sich junge Menschen, wenn sie etwas konkret für den Umweltschutz tun wollen, auch in diesen Bereichen ausbilden lassen sollen. Wir brauchen dringend Menschen, die sich mit diesen ganzen Technologien auskennen, wir brauchen dringend Ingenieure, Forscher usw., die neue Technologien entwickeln. Deswegen ist mein Traum, auch schon in der Schule ein entsprechendes Verständnis dafür zu schulen und ganz konkret dafür, was man für den Umweltschutz tun kann, wenn man sich in entsprechenden Bereichen beruflich betätigt.

    Christian Viering (Grüne)

    Man muss die Gebäude so gestalten, dass sie im Prinzip schon Teil von pädagogischen Konzepten sind, indem sie einfach Umweltschutz, Klimaschutz und Artenschutz erlebbar machen. Eben durch eine stärkere Begrünung von Schulhöfen oder Fassaden, Dächern und einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach, die das eben ermöglicht. Dass muss dann auch sichtbar für die Schüler*Innen sein und muss auch Teil des Unterrichts sein. Es kann auch zur Diskussion stehen, ob Schüler*Innen die Möglichkeit haben das selbst zu pflegen und zu gestalten. Sie können sich dann überlegen, welche Pflanzen sie pflanzen wollen, die gut für Insekten sind, oder wie man mehr Bienen anlockt. Sowas ist wichtig, wenn wir über Artenvielfalt reden. Das muss in den Schulalltag integriert werden.

    Lukas Haker – Die PARTEI

    Ich glaube, wenn man den Schulsprechern und der Stadtschüler*innen Vertretung ein bisschen mehr politische Kompetenzen gibt und die Schüler grundsätzlich an allem politisch mehr beteiligt, dann kann man darüber sehr gut etwas bewirken. Ich habe auch gehört, dass Mainz sehr progressiv und sehr links eingestellt ist. Somit haben die Mainzer Schüler, im Vergleich zu vielen anderen in dieser Bundesrepublik, schon ein sehr gutes Gespür was Umwelt und Nachhaltigkeit angeht. Einfach mal auf sie hören, wäre mal ein guter Rat.

  • 4. Welche Möglichkeiten sehen Sie, neue pädagogische Konzepte in denkmalgeschützen Innenstadtschulen zu implementieren?

    Mareike von Jungenfeld (SPD)

    Also, grundsätzlich bin ich da sehr offen für, weil ich schon finde „Schule der Zukunft“ darf nicht nur eine Worthülse sein, sondern man muss diese mit Leben füllen. Jetzt habe ich zwar keinen pädagogischen Hintergrund, aber mir ist es sehr wichtig, mit den Fachleuten, die die Expertise mitbringen auch in den Austausch zu gehen und sich darüber zu unterhalten, was es dafür braucht, damit jede*r sich in Schulen wohlfühlt. Auch sollen Lehrer*innen die Möglichkeit haben, sich dort wohlzufühlen und ihren Lehrplan wirklich auch attraktiv zu gestalten. Allein deswegen plädiere ich immer dafür, nicht nur im Rathaus zu sitzen und die Welt zu erklären, sondern sich mit den Leuten auszutauschen, die wirklich die meiste Ahnung über das Thema mitbringen.

    Martin Malcherek (Die LINKE)

    Insgesamt denke ich, dass die Schularchitektur den Bedürfnissen folgen sollte. Dabei muss den Schulen Freiraum gegeben werden und da müssen die Denkmalschutzbehörde und die Baubehörde flexibel und unbürokratisch mit ins Boot geholt werden können.

    Manuela Matz (CDU)

    Momentan ist es so, dass in den einen oder anderen Schulen neue Schulkonzepte entstehen. Die müssen natürlich auch räumlich begleitet werden und wir sind als Stadt für die Schulgebäude zuständig. Das heißt also hier muss eine Umstrukturierung stattfinden, damit es zum Konzept passt. Gleichwohl ist es auch nochmal ein Anliegen von mir, auch außerschulische Lernräume zu schaffen. Denn, ich glaube wir brauchen auch Orte, an denen Schülerinnen und Schüler sich experimentell oder auch mal in Projekten austoben oder ausprobieren können, ohne Noten- und Lerndruck. Das ist einfach für mich ein großes Anliegen, diese Orte zu schaffen.

    Christian Viering (Bündnis 90/ Die Grünen)

    Das ist ja genau das, was ich eben mit dem Neugestalten von Lernorten meinte; diese auch zu verändern. Das sollte man am Bedarf orientieren. Also an dem Bedarf, der von Lehrkörpern gemeinsam mit den Schüler*innen definiert werden; was es in Zukunft braucht, um die Lernorte auch attraktiv zu machen. Denn ein Ort, an dem man sich gerne aufhält, ist vermutlich auch ein Ort, an dem man besser lernt.

    Dr. Marc Engelmann (FDP)

    Ja, das Denkmalamt ist tatsächlich immer mal wieder eine Bremse, vorsichtig ausgedrückt, wenn es um die Umsetzung von irgendwelchen neueren Ideen geht. Ich habe letztens gehört, dass es Mainzer Schulen gibt, die keine Photovoltaikanlagen aufs Dach machen dürfen, weil der Denkmalschutz im Weg steht. Ich gehe gerne mit den Denkmalbehörden ins Gespräch und versuche da alles auf die Waagschale zu werfen. Trotzdem weiß ich auch, dass das Denkmalschutzrecht Landesrecht ist und da kann man als Stadt Mainz, zumindest an der Rechtsetzung, erstmal nichts ändern. Man kann versuchen alle Möglichkeiten günstiger auszuschöpfen. Aber man kann einfach keine super Lösung finden.

    Lukas Haker – Die PARTEI

    Ich hätte da nicht so viel, außer dass man pädagogische Konzepte in die Schule bringt, solange das Schulsystem noch so ist, wie es ist. Ich würde mich versuchen dafür einzusetzen, auf jeden Fall sehr viel Schulzeit weg zu kürzen und sehr viel mehr Freizeit für jegliche Altersstufen zu etablieren. Denn sowas fördert einfach grundsätzlich die Interessen am Gemeinleben und das Interesse an Politik. Ich glaube, dass sowas ein wesentlich besseres Konzept für Pädagogik ist als irgendwelche Ideen von Schulleitern oder Kultusministerien.

    Nino Haase – parteillos

    Das ist eigentlich eine Frage, die man an die Baudezernate geben soll und dann die Fachabteilung. Aber an denkmalgeschützten Schulen ist das baulich nicht einfach. Also wenn baulich nichts möglich ist, dann muss man selbstverständlich außerschulische Lernorte erstellen. Generell sollte es diese geben. Man sollte aber auch Sprachförderungen, Digitalprojekte, etc. anbieten können.

    Das klassische Thema Hardware und auch den schnellen Internetanschluss sollte auch in einem denkmalgeschützten Gebäude die Leistung erbringen. Menschen müssen online sein und Zugang zum Internet haben. Sowas steht für mich tatsächlich über dem Datenschutz. Also ich sag es mal kurz. Das Funktionieren des Internets steht bei mir über dem Datenschutz. Hinter dem Datenschutz kann man sich immer verstecken und wenn wir den Datenschutz zu hundert Prozent erfüllen wollen, dann hat man fast gar keine Möglichkeiten mehr.

    Wir brauchen auch in Mainz modernere Stadtbibliotheken, die eben auch über das normale Buch hinaus gehen. Wir haben eine sehr gut besuchte Bibliothek und es wäre einfach eine schöne Idee, das Allianz Haus umzubauen um daraus eine gute Stadtbibliothek zu machen.

  • 2. Welche Probleme sehen Sie in Mainzer Schulen, die Sie unbedingt beheben möchten?

    Manuela Matz (CDU)

    Also mein Wunsch ist es, dass alle Schülerinnen und Schüler in Mainz mit einem mobilen Endgerät ausgestattet werden und, dass vor allem auch die Schule mit entsprechend guter Technik ausgestattet wird. Also Smartboards statt normalen Kreidetafeln. Ich glaube, das ist eine gute Möglichkeit, die Schulen für die Zukunft fit zu machen. Vor allem braucht jede Schule, ich nenne es mal einen IT-Hausmeister. Also jemanden, der sich um die IT kümmert, vielleicht mal eine Lampe im Beamer austauscht, mal ein Kabel besorgt oder einfach zur Verfügung steht.

    Nino Haase – parteillos

    Der bauliche Zustand der Mainzer Schulen ist eine Katastrophe. Er hebt sich sogar noch negativ von den anderen Städten und Landkreisen ab. Das ist weniger ein pädagogisches, sondern mehr ein bauliches Problem. Auch dort gibt es etwas, das ich immer wieder nach vorne bringen möchte, oder noch immer wieder betonen möchte. In die Modernisierung und personelle Neugestaltung und Neuaufstellung der Verwaltung muss man ja wirklich ganz massiv investieren. In Ausbildungen vor Ort, für Handwerksberufe, natürlich für Pflege und Kita, aber in den Bereichen, dass die GWM (Gebäudewirtschaft Mainz) wieder so aufgestellt ist, dass gemeldete Schäden und Mängel auch zeitnah und schnell behoben werden. Wir haben da einen großen Stau und da müssen wir einfach schneller in unserem Genehmigungsverfahren werden.

    Vielleicht liegt es auch an den Ausschreibungen, dass wir beim Land auch mal klopfen, dass wir als Kommunen die Ausschreibung zum Beispiel an einen Generalunternehmer machen dürfen. Oftmals müssen wir so einzelne Gewerke (Leistung im Bauwesen) ausschreiben und das ist einfach sehr aufwendig. Das sind alles Sachen, die zu einer Modernisierung der Verwaltung dazugehören. Sowas würde sich dann, bei Erfolg, auch bei einer schnelleren baulichen Suche bei den Schulen widerspiegeln.

    Christian Viering (Bündnis 90/ Die Grünen)

    Ich glaube, was wir als Kommune machen können ist zum einen die Raumsituation zu verbessern. Wir müssen, um den Klimawandel wirksam zu bekämpfen, vier Prozent der Bestandsgebäude in unserer Stadt jährlich sanieren. Dazu gehören auch die Schulgebäude und wenn wir die Schulgebäude sanieren, können wir auch gemeinsam mit den Schüler*innen und den Lehrkörpern den Raumbedarf abfragen und was es braucht, um modernes Lernen zu ermöglichen. Auch müssen wir einen Lernort ermöglichen, an dem man sich gerne aufhält und wo man dann auch Sachen, wie Klimaschutz oder Artenvielfalt durch Dach oder Fassadenbegrünung und entwickelte Schulhöfe, wie jetzt beispielsweise im Schlossgymnasium schon umgesetzt, erlebbar macht.

    Dr. Marc Engelmann (FDP)

    Der Evergreen sind zwar natürlich Toiletten, aber was ich viel wichtiger finde, ist, dass die Schulen digitale Lernmittel, vor allem digitale Endgeräte, haben, deren Organisation von IT-Dienstleistern verwaltet werden. Einfach damit nicht jeder Lehrer oder Schüler das selbst noch einrichten muss. Sondern das muss Plug and Play sein, genau wie es in Unternehmen auch ist.

    Lukas Haker – Die PARTEI

    Ich habe gehört, dass irgendwo ein paar Tablets im Keller rumliegen und nicht jeder Schüler und jede Schülerin mit Endgeräten ausgestattet wurde, sei es Tablets oder auch Overhead-Projektoren. Ich glaube das ist nicht so gut. Das kann man bestimmt ganz einfach beheben, indem man einfach mal in die Keller geht und die Tablets alle rausholt. Das sollte gar nicht so schwer sein und das dürften Lehrer auch hinbekommen.

    Martin Malcherek (Die LINKE)

    In Mainzer Schulen, oder schon generell, merken wir heutzutage, dass es wichtig ist, dass neben dem, was in der Schule passiert und auch dem, was zu Hause passiert, grundsätzlich noch mehr passieren muss. Das betrifft die Freizeitgestaltung. Als Schüler muss man die Möglichkeit bekommen seine Freizeit so zu gestalten, dass es Spaß macht.

    Des Weiteren sehe ich da die Aufgabe für Schulsozialarbeit. Schulsozialarbeit gibt es in Mainz viel zu wenig und wird es auch in den nächsten Jahren nicht genug geben, weil dafür zu wenig Geld aus dem Haushalt kommt.

    Mareike von Jungenfeld (SPD)

    Also ich glaube, das, was ich auch aus Erzählungen und aus dem Austausch bei verschiedenen Diskussionsrunden, auch in Schulen, mitbekommen habe, war tatsächlich das Thema Digitalisierung und auch das Thema Schultoiletten. Jetzt fragt man sich warum, aber es ist einfach ein echtes Thema in der Schülerschaft und es wäre mir schon wichtig, dass wir einfach auch in der Verwaltung dann schauen, wie wir priorisieren können, dass Schultoiletten irgendwie ordentlich und sauber sind. Aber dass sie auch intakt sind und auf dem neusten Stand. Deswegen haben wir auch im Stadtrat beschlossen, dass zum Beispiel kostenlose Hygieneprodukte an den Mainzer Schulen erhältlich sein sollen.

    Beim Thema Digitalisierung braucht es einfach, auch unabhängig vom Geldbeutel der Eltern, immer die entsprechende technische Ausrüstung für jede*n Schüler*in und das muss Standard sein. Genauso, wie man Bücher hat, braucht man jetzt auch das entsprechende Endgerät. Tatsächlich auch mit der Möglichkeit, sich ins WLAN oder ins LTE-Netz einzuwählen, weil auch da, also das ist meine Perspektive, auch als Sozialdemokratin, darf es nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen, ob man zuhause WLAN hat oder nicht. Oder ob man auch noch Datenvolumen benötigt. Das finde ich sehr entscheidend und natürlich auch, dass die Schulen entsprechend ausgestattet sind.