An unserem ersten Projekttag haben wir versucht, möglichst ökologisch, saisonal, regional und verpackungsarm einzukaufen und zusammen zu kochen. Hierzu verglichen wir verschiedene Bezugsquellen der Zutaten. Wegen des warmen Wetters wechselten wir von den ursprünglich geplanten Käsespätzle zu Salat, Quarkkräuter-Brot und Himbeerquark als Nachtisch.
Bilanz Regionalität: Die meisten Zutaten kauften wir schließlich auf dem Markt von echt regionalen Erzeugern. Lediglich Quark und Tomaten waren entweder auf dem Markt nicht zu bekommen oder waren im Rewe sogar aus regionaler Herkunft günstiger.
Bilanz Verpackung: Obwohl wir unsere eigenen Tüten dabei hatten, bekamen wir auf dem Markt teils zusätzliche Papierverpackungen übergeben. Hier besteht noch Verbesserungsbedarf, um Verpackungsmaterial zu reduzieren.
Leider haben wir es nicht geschafft, den Quark regional ohne Kunststoffverpackung zu beziehen. Wenn ein Leser hier Vorschläge hat, sind wir für jeden Hinweis dankbar.
Bilanz CO2: 0,5kg empfinden wir als einen guten Wert dafür, dass wir alle mehr als satt waren. Verglichen mit der gleichen Menge Rindfleisch hätte die 12fache Menge zu Buche geschlagen.
Bilanz Kosten: Die Menge der von uns ausgewählten Nahrungsmitteln hat mit 3,05€ pro Person fast doppelt so viel gekostet, wie die weitestgehend in Kunststoff verpackten billigsten Produkte im Vergleich. Diese wurden auch alle nicht regional hergestellt. (Vergleichswert 1,72€)
Die Portions-CO2-Emission richtet sich nach dem Gewicht des Gesamteinkaufes, aufgeteilt auf einen Projektteilnehmer. Vom gemischten Salat war jedoch hinterher noch die Hälfte übrig.
Quelle:
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[su_spoiler title=“Projekttag 2“ icon=“arrow“]Am zweiten Projekttag führte unsere Gruppe die „Plastik Piraten“-Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung durch. Hierbei handelt es sich um ein Citizen Science Projekt, indem von Bürgern unter anderem mit einem speziellen Netz Mikroplastik aus verschiedenen deutschen Flüssen gefiltert wird. Die Probe wird nach einer Voruntersuchung an ein Forschungsinstitut in Kiel geschickt, welches eine genauere Auswertung vornimmt. Unsere Untersuchungen führten wir am Mainstrand zwischen Mainz-Kostheim und Gustavsburg durch. Wir fanden 8 Mikroplastikteile, was 0,42 Teilchen pro 1000 Liter Wasser entspricht. Dieser Wert ist im Vergleich zu den Werten der letzten Jahre (das Schlossgymnasium nimmt zum vierten Mal an der Aktion teil) um die Hälfte niedriger. Neben dieser Probennahme wurden weitere Untersuchungen am Flussufer durchgeführt. Herauszustellen ist dabei die Müllmenge, die zusammenkam. An dem 60 m langen und wenige Meter breiten Strand fanden wir 692 Müllteile, davon waren 404 Zigarettenstummel. Wenn man bedenkt, dass der Filter 10 bis 15 Jahre benötigt, um abgebaut zu werden und eine Zigarette bis zu 60 Liter Wasser verseuchen kann, ist dies ein trauriges Ergebnis. Die gesamtdeutschen Ergebnisse können auf der Seite https://bmbf-plastik.de/de/plastikpiraten/ergebnisse eingesehen werden.
Neben der Umweltverschmutzung und der Klimaerwärmung ist der Rückgang der Artenvielfalt eines der drängendsten Probleme. Wie wichtig es gerade in der Stadt ist, Ökosysteme zu erhalten und damit die dort vorkommenden Arten zu schützen, erklärte uns am dritten Tag unseres Projekts Christian Henkes vom NABU Mainz am Naturschutzgebiet Zitadelle. Die Zitadelle wird gerade restauriert. Wie Denkmalschutz und Naturschutz dabei Hand in Hand arbeiten, hat deutschlandweit Vorbildcharakter. Für den Artenschutz spielt dabei besonders der Biotoperhalt für die zahlreichen Wildbienen eine wichtige Rolle, darunter Arten, von denen einige in Deutschland zum ersten Mal nachgewiesen wurden. Herr Henkes führte uns einmal durch den Zitadellengraben um den Bau herum und erklärte dabei die Bedeutung von Vegetationsfenstern, das Schaffen von Hohlräumen als Wohnhöhle für Bilche, die Rolle von Efeu bei der Mauerstabilität, die Wichtigkeit der Vorbegehungen durch Naturschützer zum Erhalt seltener Arten wie der Mehligen Königkerze und vieles mehr. Dabei wurde allen klar, dieser Umgestaltungsprozess wird lange dauern. Bis Natur, Bauwerk und öffentliche Wege wieder so hergerichtet sind, dass alles im Einklang ist, wird es wohl 20 Jahre dauern, so Henkes. Am Ende einer interessanten Projektwoche, bei teils sehr heißen Temperaturen, gab es für alle Teilnehmer noch ein Eis bei N´Eis. Natürlich haben alle auf die Becher verzichtet und griffen zur Waffel.
Das Projekt „Programmieren (lernen) mit EV3 oder NXT“ ist mit 40 Teilnehmern das Projekt, an dem die größte Anzahl von Schülern teilnehmen. In dem Projekt arbeiten Schüler daran, verschiedene Aufgaben mit einem LEGO Mindstorms Roboter zu lösen und lernen den LEGO Mindstorms Roboter am Computer zu programmieren.
Die Schüler können sich zwischen drei Feldern entscheiden, zu denen unterschiedliche Aufgaben zu bearbeiten sind:
Da das Projekt so groß ist und von so vielen Schülern besucht wird, besetzt das Projekt drei Räume, nämlich die Räume 140 bis 138. Im Raum 140 bauen und programmieren die Schüler an Computern ihre Roboter, im Raum 139 stehen viele Kisten mit Teilen, die zum Bau des Roboters benötigt werden und im Raum 138 stehen die Felder, an denen die Schüler ihre Programme ausprobieren.
Jedoch arbeiten nicht alle Schüler an den Feldern, zum Beispiel arbeitet eine Gruppe daran, einen Roboter zu bauen, der wie eine elektrische Gitarre funktioniert.