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Kategorie: Aktuelles

  • Preise und Urkunden

    Preise und Urkunden

    WETTBEWERBE  – Gymnasium am kurfürstlichen Schloss mehrfach erfolgreich

    „Prägend für unser Schulprofil sind zwei Teile: Fremdsprachen und MINT-Fächer – Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik“, sagt die Leiterin des Gymnasiums am kurfürstlichen Schloss, Karin Ding. Beste Voraussetzungen für die Schüler, bei Wettbewerben gut abzuschneiden. So auch beim Wettbewerb „Leben mit Chemie“. Koordinator Tjeerd Frank erklärt: „In der landesweiten Challenge ging es darum, Experimente mit Materialien, die jeder zu Hause hat, auszuprobieren.“ Die Schule erhielt in diesem Jahr zum zweiten Mal den Preis für besonders viele Teilnehmer. Von 150 erhielten 74 Schüler Sieger- und 24 Schüler Ehrenurkunden. In der höchsten Kategorie gewannen zehn Schüler. Besonders wurde die Zehntklässlerin Leena Jamil geehrt, da sie zum zweiten Mal in der höchsten Kategorie gewonnen hat. Als besonderer Preis wartet ein dreitätiges Forschungspraktikum bei Boehringer Ingelheim auf sie.

    Lara und Ellie (8. Klasse) gehören auch zu den zehn Besten. Eine der Aufgaben beim Wettbewerb war, aus ganz normalem Tee zu Hause Tinte herzustellen. „Das war echt interessant.“, so Lara. „Jeder sollte sowas mal ausprobieren, auch wenn Chemie nicht das Lieblingsfach ist, aber es ist eine tolle Erfahrung“, meint Ellie.

    Die Schule nahm zudem an zwei Sprachwettbewerben teil: am Bundeswettbewerb Fremdsprachen 2016 und am europaweiten Englischwettbewerb „The Big Challenge“. Englischlehrer Volker Henn verkündet stolz die Preisträger. Christopher Persiko (8. Klasse) gewann den ersten Platz des Bundeswettbewerbes. Robaas Yasin und Shaquel Keller (beide 6. Klasse) erzielten aus den knapp 73 000 deutschlandweiten Teilnehmern von „The Big Challenge“, beide mit voller Punktzahl, den ersten Platz in Deutschland. Robaas Yasin (12) bedankt sich bei seinem Lehrer Volker Henn – ohne dessen Unterstützung hätte er es nicht geschaft“, sagt der Junge. Shaquel Keller (12) meint: „ Die Hauptsache ist, dass man Spaß hat, man darf sich nicht verkrampfen, weil man gewinnen will, das ist nicht das Wichtigste, sondern der Spaß.“

    Nachrichten Mainz – 08.07.16 – Artikel von Lisa Brunne, Foto von Jörg Henkel

    Quelle: allgemeine-zeitung.de/lokales/mainz/nachrichten-mainz/preise-und-urkunden_17061250.htm

  • Bundeswettbewerb Fremdsprachen

    Bundeswettbewerb Fremdsprachen

    Ganz schön ins Schwitzen kamen die TeilnehmerInnen am diesjährigen „Bundeswettbewerb Fremdsprachen“, als sie in der Bibliothek ihre anspruchsvollen Aufgaben in Englisch und Französisch bearbeiten mussten. Rahmenthemen waren diesmal „New England“ und „Le sport en France“.
    Wir sind gespannt, ob sie die langjährige Tradition großer Erfolge von SchülerInnen unserer Schule 2016 fortsetzen konnten.
    Toi, toi, toi für die nächste Runde!

  • Der König von Schlopolis

    Der König von Schlopolis

    SCHULPROJEKT:  Schlossgymnasium wählt Mubeen Moin zum Staatsoberhaupt

    MAINZ – „So, ich nehm das jetzt mal ab.“ Mubeen Moin greift nach oben und pflückt sich das Krönchen aus der Frisur. Den Umhang aus rotem Samt und Kunstnerzkrägelchen behält der 18-Jährige aber sicherheitshalber an – es soll ja jeder sehen, dass er, Mumbeen Moin, jetzt König ist!

    Mumbeens Königreich ist seit seiner Krönung am Donnerstag das „Schloss“ (wie passend…!) oder besser: Schlopolis. In diesen Staat wird sich das Gymnasium im Sommer für eine Woche verwandeln. „Schule als Staat“ heißt das Mammutprojekt, das das Schlossgymnasium bereits vor fünf Jahren erfolgreich umsetzte und das sicherlich nicht ganz unschuldig daran war, dass das „Schloss“ später, beim Deutschen Schulpreis 2014, unter die besten 15 Schulen der Republik kam.

    Diesmal mit mehr Glamour

    Nun also die Neuauflage, diesmal mit König. „Letztes Mal war unser Staatsoberhaupt eine Präsidentin“, erzählt Adrian Poot-Habisrittinger vom Organisationsteam, „jetzt möchten wir es eine Nummer pompöser.“ Und hier kommt Zwölftklässler Mumbeen ins Spiel – er soll in Schlopolis den Glamour-Faktor erhöhen.

    Glamour? „Kein Problem“, lächelt Mumbeen breit, „ich verspreche meinem Volk eine große königliche Hochzeit.“ Keine Frage, der junge Mann hat verstanden, wie der Hase läuft. „Brot und Spiele“ war bekanntlich schon immer ein bewährtes Motto von Herrschern, um das Volk bei Laune zu halten. Nun, fürs Brot müssen die Schlopolianer selbst sorgen (und sich einen Beruf suchen, damit die „Schlopos“ rollen, für den Rest sorgt der König. Ein Fußballturnier habe er seinen Untertanen bereits versprochen, erzählt Mubeen, und nun also eine königliche Trauung. Wer die Glückliche ist? „Die suche ich mir noch“, verkündet der 18-Jährige. Natürlich muss die Dame von majestätischer Schönheit sein, mindestens genauso wichtig ist aber der Zaster.

    „Vielleicht nehme ich mir eine, die in Schlopolis einen großen Betrieb hat“, grinst Mubeen. Königliche Verbindungen, auch das weiß der König von Schlopolis, waren schließlich selten reine Liebesheiraten. Auf jeden Fall soll schon die Brautschau ein Event werden. „Das kann man vielleicht vermarkten, da kommt Geld in die königliche Kasse!“

    Man sieht – es ist alles ein großer Spaß. Aber nicht nur. Das Projekt „Schule als Staat“ erfordert knapp zwei Jahre Vorbereitungszeit, dabei wird ein richtiger Staatsapparat auf die Beine gestellt, den größten Teil der Arbeit erledigen Schüler. Mubeen war von Anfang an im Organisationsteam, kennt die Strukturen also aus dem Effeff. „Das hat mir in meinem Wahlkampf geholfen“, sagt Mubeen (Schlopolis ist eine parlamentarische Wahlmonarchie), er bekam über 30 Prozent der Stimmen, seine neun Mitbewerber landeten weit abgeschlagen auf den hinteren Rängen.

    Richtige Wahlkampftaktik

    „Ich bin ehrgeizig“, sagt der 18-Jährige, und so habe er alles drangesetzt, um die Königswahl zu gewinnen. Er betrieb einen richtigen Wahlkampf, ließ Wahlplakate aufhängen, ging vor allem in der Orientierungs- und Mittelstufe auf Stimmenfang. Dabei kam ihm natürlich zugute, dass er bereits in der Schülervertretung aktiv ist.

    Mubeen nimmt Schlopolis, nimmt „Schule als Staat“ und seine Rolle darin durchaus ernst. „Organisieren üben, Verantwortung tragen – das sind Dinge, von denen ich auch langfristig profitiere“, ist der 18-Jährige, der später im Management arbeiten will, überzeugt. Dass er seinen Weg geht, dürfte ziemlich sicher sein – dass er das Zeug dazu hat, hat er längst bewiesen. Mubeen wuchs in Wöllstein auf, besuchte erst die dortige Realschule plus, schaffte dann den Wechsel auf Gymnasium am Römerkastell in Alzey. Dann zog Mubeens Familie – seine Mutter stammt übrigens aus Pakistan, sein Vater aus Bangladesch – nach Mainz-Kostheim. Ein Jahr pendelte Mubeen mit dem Zug nach Alzey (jeden Morgen um fünf aufstehen, das ist hart), zu Beginn der Oberstufe wechselte er aufs „Schloss“. Auch das war nicht ohne, betont der Zwölftklässler (Leistungskurse: Sozialkunde, Englisch, Chemie), „hier ist der Unterricht deutlich anspruchsvoller.“ Doch er hat den Übergang geschafft.

    Und nun, nach einem Jahr an der neuen Schule, ist er schon ihr König. Als Staatsoberhaupt wird er vor allem repräsentieren. „Und ich werde Ehrengäste einladen nach Schlopolis“, verkündet er, „den Oberbürgermeister, den Landtagspräsidenten, die Ministerpräsidentin.“ Ja – aber welche? „Malu Dreyer natürlich, die wird die Landtagswahl gewinnen“, tippt Mubeen, der übrigens schon lange SPD-Mitglied ist. Hat er, nach seinem fulminanten Königs-Wahlkampf, einen Tipp für Dreyer? „Klar“, lacht König Mubeen, „immer auf die Leute zugehen.“

    Nachrichten Mainz,  13.02.2016, Text von Kirsten Strasser, Foto: Jörg Henkel

    Quelle: allgemeine-zeitung.de/lokales/mainz/nachrichten-mainz/der-koenig-von-schlopolis_16637773.htm