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Kategorie: Schule als Staat

  • Hoher Besuch in Schlopolis

    Hoher Besuch in Schlopolis

    Malu Dreyer, die Ministerpräsidentin von Rheinland- Pfalz, besuchte am Montag den Staat Schlopolis, wurde bei der feierlichen offiziellen Staatseröffnung am 11. Juli 2016 freudig begrüßt und von König Mubeen und den parlamentarischen Repräsenstanten des Staates herumgeführt, nachdem sie eine wohlwollende und motivierende Begrüßungsrede an das Volk von Schlopolis gehalten hatte.

    Über diesen angenehmen Besuch waren alle BewohnerInnen und Staatsrepräsentanten von Schlopolis sehr erfreut, ergänzte er doch die erwartungsvolle Stimmung aller mit einer Portion Zuversicht, die Frau Dreyer in ihren Ansprachen vor der Volksversammlung und im Parlament von Schlopolis zum Ausdruck brachte.
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  • Der König von Schlopolis

    Der König von Schlopolis

    SCHULPROJEKT:  Schlossgymnasium wählt Mubeen Moin zum Staatsoberhaupt

    MAINZ – „So, ich nehm das jetzt mal ab.“ Mubeen Moin greift nach oben und pflückt sich das Krönchen aus der Frisur. Den Umhang aus rotem Samt und Kunstnerzkrägelchen behält der 18-Jährige aber sicherheitshalber an – es soll ja jeder sehen, dass er, Mumbeen Moin, jetzt König ist!

    Mumbeens Königreich ist seit seiner Krönung am Donnerstag das „Schloss“ (wie passend…!) oder besser: Schlopolis. In diesen Staat wird sich das Gymnasium im Sommer für eine Woche verwandeln. „Schule als Staat“ heißt das Mammutprojekt, das das Schlossgymnasium bereits vor fünf Jahren erfolgreich umsetzte und das sicherlich nicht ganz unschuldig daran war, dass das „Schloss“ später, beim Deutschen Schulpreis 2014, unter die besten 15 Schulen der Republik kam.

    Diesmal mit mehr Glamour

    Nun also die Neuauflage, diesmal mit König. „Letztes Mal war unser Staatsoberhaupt eine Präsidentin“, erzählt Adrian Poot-Habisrittinger vom Organisationsteam, „jetzt möchten wir es eine Nummer pompöser.“ Und hier kommt Zwölftklässler Mumbeen ins Spiel – er soll in Schlopolis den Glamour-Faktor erhöhen.

    Glamour? „Kein Problem“, lächelt Mumbeen breit, „ich verspreche meinem Volk eine große königliche Hochzeit.“ Keine Frage, der junge Mann hat verstanden, wie der Hase läuft. „Brot und Spiele“ war bekanntlich schon immer ein bewährtes Motto von Herrschern, um das Volk bei Laune zu halten. Nun, fürs Brot müssen die Schlopolianer selbst sorgen (und sich einen Beruf suchen, damit die „Schlopos“ rollen, für den Rest sorgt der König. Ein Fußballturnier habe er seinen Untertanen bereits versprochen, erzählt Mubeen, und nun also eine königliche Trauung. Wer die Glückliche ist? „Die suche ich mir noch“, verkündet der 18-Jährige. Natürlich muss die Dame von majestätischer Schönheit sein, mindestens genauso wichtig ist aber der Zaster.

    „Vielleicht nehme ich mir eine, die in Schlopolis einen großen Betrieb hat“, grinst Mubeen. Königliche Verbindungen, auch das weiß der König von Schlopolis, waren schließlich selten reine Liebesheiraten. Auf jeden Fall soll schon die Brautschau ein Event werden. „Das kann man vielleicht vermarkten, da kommt Geld in die königliche Kasse!“

    Man sieht – es ist alles ein großer Spaß. Aber nicht nur. Das Projekt „Schule als Staat“ erfordert knapp zwei Jahre Vorbereitungszeit, dabei wird ein richtiger Staatsapparat auf die Beine gestellt, den größten Teil der Arbeit erledigen Schüler. Mubeen war von Anfang an im Organisationsteam, kennt die Strukturen also aus dem Effeff. „Das hat mir in meinem Wahlkampf geholfen“, sagt Mubeen (Schlopolis ist eine parlamentarische Wahlmonarchie), er bekam über 30 Prozent der Stimmen, seine neun Mitbewerber landeten weit abgeschlagen auf den hinteren Rängen.

    Richtige Wahlkampftaktik

    „Ich bin ehrgeizig“, sagt der 18-Jährige, und so habe er alles drangesetzt, um die Königswahl zu gewinnen. Er betrieb einen richtigen Wahlkampf, ließ Wahlplakate aufhängen, ging vor allem in der Orientierungs- und Mittelstufe auf Stimmenfang. Dabei kam ihm natürlich zugute, dass er bereits in der Schülervertretung aktiv ist.

    Mubeen nimmt Schlopolis, nimmt „Schule als Staat“ und seine Rolle darin durchaus ernst. „Organisieren üben, Verantwortung tragen – das sind Dinge, von denen ich auch langfristig profitiere“, ist der 18-Jährige, der später im Management arbeiten will, überzeugt. Dass er seinen Weg geht, dürfte ziemlich sicher sein – dass er das Zeug dazu hat, hat er längst bewiesen. Mubeen wuchs in Wöllstein auf, besuchte erst die dortige Realschule plus, schaffte dann den Wechsel auf Gymnasium am Römerkastell in Alzey. Dann zog Mubeens Familie – seine Mutter stammt übrigens aus Pakistan, sein Vater aus Bangladesch – nach Mainz-Kostheim. Ein Jahr pendelte Mubeen mit dem Zug nach Alzey (jeden Morgen um fünf aufstehen, das ist hart), zu Beginn der Oberstufe wechselte er aufs „Schloss“. Auch das war nicht ohne, betont der Zwölftklässler (Leistungskurse: Sozialkunde, Englisch, Chemie), „hier ist der Unterricht deutlich anspruchsvoller.“ Doch er hat den Übergang geschafft.

    Und nun, nach einem Jahr an der neuen Schule, ist er schon ihr König. Als Staatsoberhaupt wird er vor allem repräsentieren. „Und ich werde Ehrengäste einladen nach Schlopolis“, verkündet er, „den Oberbürgermeister, den Landtagspräsidenten, die Ministerpräsidentin.“ Ja – aber welche? „Malu Dreyer natürlich, die wird die Landtagswahl gewinnen“, tippt Mubeen, der übrigens schon lange SPD-Mitglied ist. Hat er, nach seinem fulminanten Königs-Wahlkampf, einen Tipp für Dreyer? „Klar“, lacht König Mubeen, „immer auf die Leute zugehen.“

    Nachrichten Mainz,  13.02.2016, Text von Kirsten Strasser, Foto: Jörg Henkel

    Quelle: allgemeine-zeitung.de/lokales/mainz/nachrichten-mainz/der-koenig-von-schlopolis_16637773.htm

  • Skulptur aus „Schlopo“ – Erinnerung an „Schule als Staat“ 2011

    Skulptur aus „Schlopo“ – Erinnerung an „Schule als Staat“ 2011

    Mainzer Schlossgymnasium erinnert an Schulstaatprojekt

    „Wir vom Schloss sind Schlopolis“ – im Rahmen eines Schulprojekts haben Schüler des Schlossgymnasiums ein Kunstobjekt entwickelt. Das wurde am Dienstagmorgen feierlich in der Aula der Schule präsentiert.

    Gemeinsam mit den acht beteiligten Schülern wurde es von Manfred Stelter, Kunsterzieher des Gymnasiums, enthüllt. Für die Schule habe sich die Frage gestellt, wo das Objekt denn fortan stehen soll. „Wir brauchen einen Ort des Staunens und der Erinnerung – denn wir können erstaunt sein, was die Schüler hinbekommen haben“, sagte Schulleiterin Brigitte Wonneberger stolz. Sie bedankte sich bei der Mainzer Schott AG für die finanzielle Hilfe. Das Unternehmen hatte das Projekt unterstützt und die große Glasvitrine gespendet, in der das Kunstobjekt jetzt bewundert werden kann.

    Ein eigener Staat

    Die jungen Künstler Elena Taboada-Meyer, Leo Neumann, Janina Krug, Stefanie Kögler, Katharina Lang, Alisha Sänger, Yuting Sun und Thu Trang Nguyen erzählten, was es mit dem Werk eigentlich auf sich hat. Es soll an das Projekt „Schule als Staat“ erinnern, das im Juni 2011 von knapp 1200 Schülern – weitgehend in Eigenregie – durchgeführt wurde. Dabei handelt es sich um den selbst entwickelten Schulstaat „Schlopolis“ mit über 100 Betrieben, Parlament, Rechtssprechung, Kirche, Kultur und einer demokratischen Führung bis hin zur Staatspräsidentin. Zudem wurde eine eigene Währung namens „Schlopo“ eingeführt. Aus den übriggebliebenen Banknoten entstand schließlich das künstlerische Gebilde.

    Symbolhaft soll an das erfolgreiche Schulprojekt, das bundesweit Beachtung gefunden habe, erinnert werden. Unter Leitung von Manfred Stelter entwarfen die acht Schülerinnen und Schüler aus der neunten und zehnten Klasse im Kunstunterricht die originelle Skulptur. Ein Schloss mit zwei Gebäuden, die über eine Brücke miteinander verbunden sind, ist zu sehen. Der Blick von oben soll das Schulwappen erkennen lassen. „In dem Architekturwerk wird das Miteinander an der Schule deutlich gemacht“, sagt eine der Schülerinnen. „Ein Ausdruck der Demokratie-Erziehung“, nennt es Brigitte Wonneberger.

    Nachrichten Mainz, 20.03.2013, Text von Laura Ehlenberger, Foto: Judith Wallerius

    Quelle: allgemeine-zeitung.de/lokales/mainz/nachrichten-mainz/skulptur-aus-schlopo-mainzer-schlossgymnasium-erinnert-an-schulstaatsprojekt_12939988.htm