Orientierungstage für Abiturientinnen und Abiturienten
Mit obigen Fragen beschäftigten sich vom 27. bis 29. Februar 2024 sechzehn Abiturientinnen und Abiturienten, begleitet von Herrn Schreiber, Herrn Deierling und Frau Henrich-Oeleker von der Schulseelsorge, in der Jugendherberge Bingen.
Inhaltlich ging es darum, sich auf die Zukunft auszurichten an dieser markanten Weichenstellung, die das Abitur darstellt: Wohin soll die persönliche und berufliche Reise gehen? Dies alles natürlich unter Einbeziehung von elementaren Fragen wie „Wer bin ich?“, „Was ist mir wichtig?“ und „Wie möchte ich mein Leben gestalten?“.
Diesen und anderen Themen wurde durch verschiedene Methoden nachgegangen.
Neue Impulse brachte Herr Deierling ein mit dem workshop “Entdecke den Clown in dir“, bei dem es vor allem um die eigene Präsenz im Hier und Jetzt geht.
Gegenüber den Vorjahren fiel ein großes Bedürfnis nach Ruhe und Muße auf.
Die gestaltete Mitte und das Symbolbild vom „angeketteten Elefanten“
Im Rahmen des Themas Europa stellten sich 4 Landtagspolitiker einer Diskussion mit den Schülerinnen und Schülern unserer Schule. Herr Köbler (Grüne), Herr Schreiner (CDU), Herr Simon (SPD) und Herr Kunz von den Freien Wählern gaben ihre Meinung zu Themen, die Europa aktuell bewegen, preis.
Die Schüler erhielten Antworten auf Fragen zu den Themenkomplexen Migration, Cannabiskonsum, Europawahl und vielen anderen Themen. Das ganze wurde von Michael Kunart und Aaliyah aus dem LK Dölle 12 moderiert.
Es war wieder einmal eine erfolgreiche Art und Weise Politik direkt vor Ort erlebbar zu machen
Am Morgen des 27.1 brachen wir gen Alpbach auf. Den Hof erreichten wir abends, nachdem wir in der Skiverleihe uns mit Skiern und Snowboards ausgestattet hatten. Am nächsten Morgen ging es direkt auf die Piste: Anfänger konnten unter der Aufsicht der Lehrer ihre ersten Abfahrten machen, während sich die Fortgeschrittenen direkt auf die schwarzen Pisten stürzten (gelegentlich wortwörtlich). Obwohl wir in Gruppen aufgeteilt waren, trafen wir uns schönerweise mittags auf der Berghütte, teilten uns Schnitzel und Skiwasser. Abends nach einem leckeren Essen, das immer frisch von den Gastgebern zubereitet wurde, setzten wir uns zusammen und spielten Gemeinschaftsspiele und veranstalteten Filmeabende. Der Aufenthalt verging wie im Flug- viel zu schnell! Nach einer Skiwoche voller Erlebnisse, von der wir alle munter und wohlbehalten zurückkehrten, fuhren wir zurück nach Mainz. Wir werden die gemeinsame Zeit vermissen! Einen herzlichen Dank an alle, die uns dies ermöglicht haben!
Seit den Herbstferien 2023 verfügt das Schlossgymnasium über eine sehr hochwertige Toilettenanlage. Um Vandalismus zu vermeiden, übernimmt ab sofort der Jahrgang 12 in einem Pilotprojekt die Toilettenaufsicht in den Pausen und erwirtschaftet damit auf der Grundlage von Spenden der Elternschaft einen Beitrag für die Abiturkasse im nächsten Jahr.
Nachdem wir bereits viel im Chemieunterricht über verschiedene Gase in der Atmosphäre gesprochen & gelernt haben, wurde der Wunsch, eine Exkursion passend zum Thema zu unternehmen, immer größer! Als Chemie-Grundkurs von Frau Schön entschieden wir uns also dazu, das Max-Planck-Institut für Atmosphärenchemie, welches sich idealerweise in unsere Nähe befindet, zu besuchen und noch mehr von Experten zu hören!
Das MPI in Mainz erforscht das System Erde und chemische Prozesse in der Atmosphäre und Biosphäre. Das Ziel der Wissenschaftlicher ist es, herauszufinden, ob und wie sich beispielsweise Luftverschmutzungen auf die Atmosphäre, das Klima und die Gesundheit auswirken. Unser Grundkurs wurde herzlich begrüßt und von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sehr freundlich behandelt, weshalb das Zuhören und Experimentieren nur noch mehr Spaß gemacht hat! Vom Ozon haben alle von uns im Chemie-Unterricht etwas gehört, doch welche gravierende Auswirkung solch ein Gas für die Pflanzen und das Leben auf der Erde haben kann, wurde mit Hilfe von kreativen Experimenten veranschaulicht. Unterstützt wurde das Programm durch zahlreiche weitere Experimente, bei dem die Informationen verdeutlicht wurden. Das Experimentieren war schon immer der schönste Part in der Chemie, oder 😉
Zum Schluss haben wir noch kleine Goodies bekommen wie z.B. ein Memory mit selbstgeschossenen Fotos oder ein Samen-Set. Die Exkursion am MPI war auf jeden Fall sehr informativ und interessant. Als Chemie-Grundkurs können wir das MPI für Atmosphärenchemie an alle empfehlen, welche sich für das Thema interessieren und etwas außerhalb des Unterrichts themaspezifisch unternehmen möchten.
An dieser Stelle danken wir Frau Schön fürs Organisieren und dem MPI für den tollen Tag!
Am 08. November 2023 wurde die neue Schulpartnerschaft mit dem Lycée Victor Hugo Paris (Marais) offiziell besiegelt und damit der Startschuss für ein projektbezogenes Austauschprogramm in der Oberstufe gegeben.
Schwerpunktthema des diesjährigen Austauschs, an dem Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 11 und 12 teilnehmen, ist „Nachhaltige Stadtentwicklung im Vergleich“.
In diesem Jahr hatte ich die Gelegenheit, an der SommerUni für Immunbiologie und Biomedizin teilzunehmen, und ich möchte nun meine Erfahrungen teilen. Am ersten Tag hatten wir Vorlesungen zu den Themen Immunbiologie und Pathologie. Danach wurden uns zwölf verschiedene und äußerst interessante Themen präsentiert und wir wurden jeweils einem dieser Themen zugeteilt. Mein Schwerpunkt lag auf der Untersuchung der Auswirkungen der Aminosäure Arginin auf T-Zellen und Tumorzellen. Nach der Mittagspause begannen wir sofort mit unserer Laborarbeit. Unter sterilen Bedingungen haben wir Blut in seine einzelnen Bestandteile aufgeteilt, wobei unsere besondere Aufmerksamkeit den T-Zellen galt. Am nächsten Tag haben wir diese T-Zellen unter dem Mikroskop gezählt, was sich als gar nicht so einfach herausstellte, da man sich leicht verzählen konnte. Wir haben die T-Zellen dann verschiedenen Mengen Arginin ausgesetzt und ihre Reaktion beobachtet sowie erneut gezählt. Ebenso haben wir dasselbe mit den MC-38 Tumorzellen gemacht, für die Arginin lebenswichtig ist, und sie verschiedenen Mengen Arginin ausgesetzt. Nachdem wir am Mittwoch weitere Vorlesungen über das Immunsystem besucht hatten, haben wir die folgenden 24 Stunden hart gearbeitet, die Ergebnisse analysiert und ein Poster erstellt, denn am Freitag mussten wir unsere Experimente den anderen Teilnehmern und Besuchern präsentieren. Obwohl meine Gruppe keinen Preis erhalten hat, war dies dennoch eine äußerst lehrreiche Erfahrung. Ich kann diese Sommeruniversität allen Schülern wärmstens empfehlen, die sich für Biologie interessieren oder einen Einblick in die Laborarbeit erhalten möchten.
Wer sich für die Ergebnisse der Experimente interessiert 😉
MC-38 Tumorzellen sind nicht lebensfähig, wenn ihnen Arginin fehlt.
T-Zellen vermehren sich in Anwesenheit von Arginin, und je höher die Argininkonzentration, desto besser ist ihre Vermehrung.
Sowohl MC-38 Tumorzellen als auch T-Zellen sind auf die Aminosäure Arginin angewiesen, um zu überleben.
Annabell J. 13M1
Anfang dieser Sommerferien hatte ich die Möglichkeit, an der SommerUni in Mainz teilzuhaben, welche sich mit dem Bereich der Immunbiologie auseinandersetzt. Gehört habe ich von diesem Angebot der Uni von meinem Biologielehrer und da ich noch immer nicht den passenden Studiengang für mich gefunden hatte, wollte ich das mal ausprobieren. Nur als kleines Vorwort, wer verstehen will, was das alles im Detail bedeutet, soll selbst an so einem Angebot teil haben, da genauere Erklärungen den Rahmen sprengen würden. Begonnen hat alles mit einer Vorlesung am Montag der ersten Ferienwoche, bei welcher man sich mit anderen arrangierten Schüler/innen austauschen konnte, die genauso freiwillig an diesem Angebot teilgenommen haben. Interessant fand ich, dass manche von weit herkamen, nur um daran teilzuhaben. Zudem wurden wir mit dem Thema der Immunbiologie vertraut gemacht und jeweils in Zweier- und Dreiergruppen aufgeteilt und nach einer Mittagspause ging es dann schon los. Mit unserer Tutoren wurden wir in das Labor eingeführt und mit den Regelung vertraut gemacht, sowie unseren Vorhaben, was wir alles bis Ende der Woche machen sollten. Das Thema meiner Gruppe war „Von schlafenden und wachsamen Zellen: Was haben Darmbakterien mit unsere Gesundheit zu tun?“
Begonnen haben wir mit einer kleinen Theoriestunde sowie einer FACS-Analyse / Durchflusszytometrie, also dem Untersuchen von Oberflächenmolekülen auf Zellen, um herauszufinden, ob wir die richtigen Zellen haben. Der zweite Tag war mit Abstand der gewöhnungsbedürftigste, da wir Knochenmark aus Zellen isolieren mussten, indem wir eine Maus sezierten. Die Schwierigkeit bestand darin, dass die Maus lebendig gewesen ist und wir sie erst mal in einer Vakuumglocke in das Nachleben befördern mussten (ich erspare ihnen, den Leser, die restlichen Details). Sie hatte jedoch ein besseres Leben, als freilaufende Mäuse gehabt. Dann isolierten wir also das Knochenmark aus den Mäusen und analysierten dieses. Zudem generierten wir auch sogenannte pDCs, plasmazytoide Dentritische Zellen. Am Mittwoch begannen wir mit einer erneuerten FACS-Messung, dieses Mal mit den pDCs, die wir am vorherigen Tag hergestellt hatten. Des Weiteren stimulierten wir die pDCs mit verschiedenen Pathogenenrezeptorliganden um zu sehen, wie diese darauf reagieren. Auch haben wir ein Luciferase-Report-Assay vorbereitet. Falls das alles sehr kompliziert kling, es war kompliziert und für 5 Tag zu wenig Zeit. Ich erspare die restlichen Tage, da es nur komplizierter wird und man dann noch weniger versteht. Am Freitag mussten wir dann unsere Ergebnisse präsentieren und aufgrund des Zeitmangels für die Vorbereitung sowie ein nicht ausreichendes Verständnis für das uns gegebene Themenfeld war unsere Präsentation aus meiner sich nicht das gelbe vom Ei.
Dennoch war diese Woche eine sehr lehrreiche und spannende Woche und man bekam einen guten Einblick in das Berufsleben eines Immunbiologen. Kann ich es weiterempfehlen? Ja, wenn man noch nicht sicher ist welchen Weg man einschlagen will und die Tendenz zu so einem Studiengang neigt und man zu viel Zeit in den Sommerferien hat 😉
Mitte September hatte ich das Glück vier schöne und interessante Tage (und drei Nächte) in Straßburg zu verbringen.
Wie, was und warum?
Ich wusste zu Beginn auch nichts, außer, dass die Rede, die ich für den Deutschunterricht geschrieben hatte, anscheinend einen Preis beim Europäischen Wettbewerb gewonnen hatte. Nach mehreren Emails wurde klar, dass ich es auf die Bundesebene geschafft hatte und es sich um einen Reisepreis handelte wobei ich mich zwischen 5 Zielen, bzw. Programmen entscheiden konnte. Aufgrund meiner Liebe zu Frankreich und anderen praktischen Gründen fiel meine Wahl also auf das Europa-Seminar in Straßburg, veranstaltet von der Friedrich-Ebert-Stiftung.
Was diese genau ist und in welchen Bereichen sie tätig ist (beispielsweise auch die Vergabe von Stipendien), das wurde uns nach ein paar obligatorischen Kennenlernspielen auf der Wiese des European Youth Centers bei Kaffee und Keksen erklärt. Wir, das waren die 16 Teilnehmer*innen, also Bundespreisträger*innen aus den verschiedensten Teilen Deutschlands, besonders stark vertreten aus Bayern und Hessen. Ich war sehr inspiriert von den tollen und ganz unterschiedlichen Beiträgen der Anderen aus den Bereichen Kunst, Deutsch und Musik und von der schönen Gemeinschaft, die sich auch in den programmfreien Stunden gebildet hat.
Viele waren das zumindest tagsüber allerdings nicht, da es in Straßburg sehr viel Wichtiges zum Thema Europa zu besichtigen gab. So haben wir einen Einblick in den Europarat, das Europäische Parlament und die Arbeit des Fernsehsenders „Arte“ bekommen und außerdem eine Bootsfahrt durch Straßburg und ein Planspiel zur Europawahl gemacht. Während der gesamten Zeit wurden Mahlzeiten und Reisekosten von der FES übernommen, sogar das Essen in der genialen und zu Recht berühmten Kantine von Arte.
Persönlich hat mich besonders beeindruckt, so nah am Zentrum politischer Entscheidungen und umgeben von Politiker*innen und Aktivist*innen zu sein. Bei einem Empfang und Abendessen mit EuropeTalks hatten wir die Möglichkeit mit jungen engagierten Menschen aus Europa ins Gespräch zu kommen, was meine Sichtweise auf (Europa-)Politik erweitert und bereichert hat. Außerdem war eine praktische Anwendung meiner schulisch erworbenen Sprachkenntnisse in Französisch und Englisch möglich.
Ein weiteres Highlight war der bereits erwähnte Besuch des Europäischen Parlaments, wo wir zwar, zu unserer großen Enttäuschung, Ursula von der Leyens Rede zur Lage der Union verpasst haben, jedoch ein paar Sätze ihrer Antwort auf die Reden der Fraktionsvorsitzenden live im Plenarsaal gehört haben. Anschließend konnten wir dem Abgeordneten Tiemo Wölken Fragen stellen, die wir am Tag zuvor beim Planspiel herausgearbeitet hatten.
Abgesehen von Politik und Bildung haben wir auch den schönen Flair der Straßburger Innenstadt bei Nacht genossen. Verträumte Kanäle, malerische Fachwerkhäuser und elsässischer Wein… Dafür hat es sich gelohnt ein paar Stunden weniger Schlaf zu bekommen. Trotz der kurzen Zeit habe ich Kontakte geknüpft, die hoffentlich noch lange halten und persönlich als auch bildungstechnisch habe ich viel von der Reise mitgenommen.
Als Fazit empfehle ich definitiv jedem, am Europäischen Wettbewerb teilzunehmen und danke den Lehrer*innen, die uns dazu motivieren!