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Kategorie: Fair Trade

  • Erstes Fair Trade-Frühstück in der Unterstufe ein voller Erfolg!

    Erstes Fair Trade-Frühstück in der Unterstufe ein voller Erfolg!

    Die Unterstufen SV-AG (USV) hat am 26. Januar 2018 das erste Fair Trade-Frühstück am Schlossgymnasium organisiert. Insgesamt 269 Schülerinnen und Schüler und 11 Lehrerinnen und Lehrer verköstigte die USV, die dabei von der Klasse 5e tatkräftig unterstützt wurde. Neben dem Hauptziel, den Schülerinnen und Schülern zu zeigen, wie lecker es ist, fair gehandelte Produkte mit gutem Gewissen zu essen, wurde das Frühstück außerdem genutzt, um die Unterrichtsreihe „Fair Trade und Kinderrechte“ bei den Fünftklässlern abzurunden. Deshalb fand das Frühstück hier im Religions- und Ethikunterricht statt, während die sechsten Klassen im Klassenverband aßen.

    Es schmeckt!

    Schon seit Anfang des Schuljahres traf sich die USV einmal wöchentlich, um dieses Mammutprojekt auf die Beine zu stellen. Hierfür mussten Gespräche mit der Schulleitung geführt, Eltern- und Lehrbriefe geschrieben, eine Kalkulation und eine Speisekarte erstellt und insbesondere Zuschüsse organisiert werden. Für jede dieser Aufgaben wurde ein Unterausschuss gegründet, sodass effektiv gearbeitet werden konnte. Am vergangenen Freitag verteilt die USV dann mit Hilfe der Klasse 5e die eingekauften fair gehandelten Produkte auf die elf beteiligten Lerngruppen und rundeten damit die Organisation des ersten Fairtrade-Frühstücks ab. Alle beteiligten Schülerinnen und Schüler wurden satt und die Organisatoren zogen ein sehr positives Fazit.

    Das kleine Video gibt einen Eindruck von den Erfahrungen des Vormittags.

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    Unser großer Dank gilt dem Lenkungskreis der Lokalen Agenda 21 der Stadt Mainz. Die Agenda 21 ist ein weltweites Aktionsprogramm der UN. In vielen deutschen Städten engagieren sich Menschen ehrenamtlich für eine nachhaltige Stadtentwicklung. Mainz erzielte hierbei 2017 den dritten Platz beim Wettbewerb „Hauptstadt des Fairen Handels“. Das Preisgeld wurde unter anderem eingesetzt, um unser schönes Projekt zu fördern.

    Unsere Unterstufen SV:
    Melisa L., Ghezal S., Rebekka G., Helen W., Aris S., Matti S., Felix A., Joshua B., Luke H. (alle 6. Klasse) sowie Eleonore R., Danait W., Nele B., Hendrik M. und Lennart K. (alle 5. Klasse)
    AG-Leitung: Olida Celik (9e) und Herr Schön

    Die AZ Mainz berichtete am 31.01.18 unter der Rubrik „Auf einen Blick“ über das Frühstück. Zum Presseartikel gelangen Sie über diesen Link.

  • Exkursion zum Weltladen Unterwegs

    Exkursion zum Weltladen Unterwegs

    im-weltladenDie letzen Wochen haben wir uns im Ethikunterricht mit Schokolade beschäftigt. Dabei haben wir erfahren, dass in vielen normalen Schoko-Produkten auch Kinderarbeit stecken kann. Am 13.05.2016 gingen wir, die Ethikgruppe der 6. Klasse von Herrn Kreußer, zum Weltladen Unterwegs, dem Mainzer Fachmarkt für fair gehandelte Produkte, also auch ohne Kinderarbeit.
    Seit über einem Jahr arbeitet unsere Schule schon mit dem Weltladen Unterwegs zusammen. Unser Fairtrade-Schulteam kauft dort auf Kommissionsbasis Waren ein, die sie in den Pausen an die Schüler weiterverkaufen. Vor kurzem sind wir als erste Mainzer Fairtrade School ausgezeichnet worden.

    Als wir um 9 Uhr ankamen, empfing uns Frau Amo Antwi, die uns im Weltladen schon erwartet hatte. Zuerst erzählte sie uns etwas über die Herstellung vom Kakao und von den Anteilen, wie viel jeweils die Beteiligten bekommen. Der Kakaobauer bekommt zum Beispiel von 24 Schokostückchen im normalen Handel nur 1,5 ab. Wir hätten ihm gerne 8 Stückchen zugeteilt.
    Dann beantwortete sie unsere Fragen, die wir eine Woche zuvor geschrieben hatten, wie z.B. „Seit wann gibt es den Weltladen?“ Die Antwort lautet: Seit 1988.
    Danach konnten wir uns noch ein bisschen umsehen. Dort gab es Sachen wie Schulhefte, Mäppchen, Becher etc.

    Als wir uns umgesehen hatten, sagte Frau Amo Antwi, sie hätte Sachen im Laden versteckt, die dort nicht hingehören, weil sie nicht fair gehandelt sind. Es war wie eine Art Schatzsuche. Wir fanden ein Handy und Schokoladentafeln aus normaler Herstellung.
    Nach einer guten halben Stunde gingen wir zurück in die Schule.

    Schaut doch auch mal im Weltladen vorbei! Wo? Christofsstraße 9, 55116 Mainz
    E-Mail? info@weltladenmainz.de
    Mehr Informationen auf www.Weltladenmainz.de

    Günay Uysal, 6b

  • „Wasser!“ – Hope Theatre Nairobi gastiert am Schlossgymnasium

    „Wasser!“ – Hope Theatre Nairobi gastiert am Schlossgymnasium

    Das kenianische Ensemble regt die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 mit ihrem Stück „Wasser!“ zum Nachdenken über den eigenen Lebensstil an

    „How to share“ ist eines von vielen Themen, die die elfköpfige Künstlergruppe um Judith Kunz auf eindrucksvolle Weise durch Musik, Tanz, Gesang, Schauspiel und Video am Freitag, 4.3.16, den Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 9 und den Flüchtlingskindern aller Jahrgänge in der Aula des Schlossgymnasiums näher brachte.

    Die Zuschauer blieben dabei nicht bloß passiv, einige Schülerinnen und Schüler durften selbst auf die Bühne, zum Beispiel als Wasserhahn, um den zwei Kenianerinnen sich stritten, als zwei, die ausprobieren, wie sich anfühlt eine Tafel Schokolade zu teilen, als Touristen im „Safari Park Hotel“, denen die Rechnung präsentiert wird in Form des virtuellen Wassers, das aus anderen Erdteilen in ihrem Frühstück steckt, oder sogar als Blechwand oder Bewohner einer Hütte in Nairobis Millionen-Slum Kibera, aus dem viele der Darsteller selbst kommen.

    „Wir sind eine Theatergruppe und versuchen jungen Menschen aus den Slums eine Perspektive als Schauspieler zu geben. Arbeitsplätze sichern sozialen Frieden“, sagt Stephan Bruckmeier, der Initiator des Hope Theatre Nairobi.

    In „Wasser!“ thematisieren die Schauspieler ganz konkrete Probleme wie fehlende Sanitäranlagen und Kanalisation in den Slums, die Vermüllung der Meere mit Plastik (nutze die Upcycling-Tragetasche, hergestellt aus alten Plastiktüten…), aber auch kompliziertere Zusammenhänge wie Ausbeutungsstrukturen durch multinationale Großkonzerne, hier am Beispiel von Wasser.

    Dabei gelingt es den Künstlern allein schon durch ihren Auftritt, das weit verbreitete Bild von Afrika als ohnmächtigem Kontinent aufzubrechen.

    Nach der Aufführung hatten die etwa hundertzwanzig Jugendlichen Zeit, Fragen zu stellen und mehr über die Schauspieler, das Projekt und ihre Message zu erfahren. „Was kann ich eigentlich jetzt hier zu Hause tun?“, will zum Beispiel Adelina wissen. Den fairen Handel weiter unterstützen (das Schlossgymnasium wird demnächst als Fairtrade-School ausgezeichnet), sich für Menschenrechte (das Recht auf Wasser) einsetzen und vor allem jeden Einkauf genau prüfen.

    Wir als Konsumenten „haben die Power“, schließt Bruckmeier, denn wir entscheiden, wofür und mit welchen Folgen wir unser Geld ausgeben. „Geiz ist nicht geil, Geiz ist letztklassig, weil es heißt, anderen etwas wegzunehmen“.

    von Daniel Kreußer